Wenn die Seele reist

Ich denke in den letzten Tagen oft an unsere Reise zurück. Mal bin ich in Koitiata, mal fahren wir nach Raglan. Mal koche ich in der kleinen Wohnmobilküche, mal waschen wir alle zusammen die Haare in einer Familienkabine des Campingplatzes. Oft fühle ich die Reise. Ich bin losgelöst, ich bin entspannt, frei. Ist das wohl, weil wir jetzt gerade unsere ersten Ferien zusammen verbringen, seit wir von unserer Reise zurück sind? Könnte sein. Wir haben den Alltag um einige Stundenkilometer verlangsamt und lassen die Seele baumeln. Wir reisen, auch wenn wir nicht wirklich von der Stelle kommen.

Rosa Hauswand in Louhans

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Wir fühlen Neuseeland…

Ich sitze so da, Laptop aufgeklappt, über mir grünes Laub das im warmen Wind raschelt. Die Sonne über Whakatane strahlt aus einem blauen Himmel zu mir hinunter, im Hintergrund lachen Fräulein Flunker und Napoleon mit meiner besseren Superhälfte, der mir gerade die Zeit gibt, um mich hinzusetzen und genau diese Zeilen zu schreiben. Es geht mir gut. Sehr gut. Uns geht es gut. Sehr gut sogar. Wir können wohl sagen, unsere Neuseeland Reise war das Beste, was wir in Angriff nehmen konnten. Niederzuschreiben, was wir alles erlebten seit dem letzten Blog Beitrag wäre nicht machbar. Zu viele Eindrücke, zu wenig Worte, die das alles umschreiben könnten. Also erzähle ich mit Bildern, mit Ereignissen, mit Momenten. Und hoffe, ihr fühlt, was wir fühlen. Ganz viel Zufriedenheit.

Papamoa Beach - Nordinsel

Papamoa Beach – Nordinsel

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Ein Teil von mir – meine Geschichte.

Ich war 14. Mein Papa und ich kamen gerade aus einem Urlaub auf Teneriffa zurück. Mama hatte es glaube ich zuerst bemerkt, dieses Ding am Hals. Dann hab auch ich es gespürt. Komisch, anders, es war vorher nicht so da, wie zu diesem Zeitpunkt. Ich war 14. Und ein Teil von mir begann ab diesem Moment neu zu entstehen. Ich habe ihn lang nicht verstanden, diesen Teil. War wohl zu jung. Zu unselbstständig. Oder halt einfach erst 14. Dies ist eine Geschichte von mir – von dem einen Teil von mir.

Geschichte

 

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Ich weiss, du kannst das.

Wie fühlt es sich an, wen jemand einem etwas zutraut? Wenn das Gegenüber einem in einer ganz klaren Selbstverständlichkeit signalisiert: ich traue dir das zu! Kein Zweifeln am Können, kein Denken an Scheitern. Pures Vertrauen in das Können des Gegenübers. Wie fühlt es sich an? Ja, wir müssen zuerst darüber nachdenken, denn dieses Gefühl wird einem selten gewährt. Viel zu selten. Oft sogar nie. Traurigerweise.

Vertrauen

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Das Mama & Papa DingsBums

Ich schrieb ja mal über die Mamapause und Papapause. Sich Zeit nehmen für sich. Wie siehts aber aus mit dem Mama & Papa DingsBums? Das gibt’s ja auch. Dieses Mama & Papa DingsBums. ??? Sex! Ah! Yep! Die lieben Kinderleins sind ja alle irgendwie entstanden. Aber das Mama & Papa DingsBums ist ja nicht nur zum Kinder zeugen da. Nicht? Nein! Dieser wunderbare Comic den ich als Bild genommen habe, zwang mir quasi diesen Artikel auf. Sex mal wieder zu erwähnen. Lebt er doch des öfteren mal ein Schattendasein. Nicht? Ihr habt also ein oder zwei oder drei oder vier Kinder, schmeisst mit links den Haushalt, das Auto wird wöchentlich gestaubsaugt und die durchschnittliche Mama & Papa DingsBumserei liegt bei zwei mal pro Woche? Gratuliere: ihr gehört zu einer Randgruppe, schafft auch nicht jeder 😉

DingsBums

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Wie viel Zweifel braucht es?

Ich zweifle. Manchmal. Oft. Öfters. Ich zweifle ob ich dem gerecht werde, was meine Aufgabe ist. Dieser gewaltigen Lebensaufgabe, auf die ich quasi nicht vorbereitet wurde. Die in meinem Naturell liegen soll – tut. Ich zweifle weil ich liebe. Und je mehr ich liebe, umso mehr zweifle ich. Tue ich genug gut? Bin ich genug gut? Mache ich es genug gut? Wie viel Zweifel braucht es? Mama sein – manchmal zweifle ich, ob ich es so gut hinkriege wie ich gerne möchte.

Zweifel

Wer den Artikel gelesen hat weiss, ich kann eine Bärenmama sein. Wer der Anekdote meines Mannes schon mal gelauscht hat, der weiss sogar, dass ich eine bissige Stutenmama sein kann. Wohl auch eine Löwenmama und eine Tigermama. Und sicher auch eine Ameisenmama, denn manchmal stemme ich das x-fache meines Gewichtes. Und während ich stemme, trage, hochhebe und ausbalanciere zweifle ich, ob ich es genug gut tue. Warum war ich vorhin schon wieder so streng? Warum war ich vorhin schon wieder so laut? Warum musste ich jetzt das schon wieder korrigieren? Und warum konnte ich eben die fünf nicht gerade stehen lassen?

Ich zweifle – weil ich so sehr liebe. So viel Liebe in mir trage für diese kleinen Erdenbürger, dass ich aus jeder meiner Pore das Beste für sie tun möchte. Besser als das Beste. In jeder Sekunde meines Tuns. Doch wie viel Zweifel braucht es? Zweifelt jede Mama? Jeder Papa? Zweifelt ihr auch? Ich hoffe, denn sonst würde ich jetzt sofort zu weinen beginnen. Denn das Zweifeln fühlt sich immer sehr schmerzhaft an und ich hoffe, ich tue mir das nicht als einzige an, denn da wäre ich ja irgendwie gaga oder so – was ich nicht hoffe.

Denn eigentlich weiss ich ja, dass man nicht immer das Beste tun kann. Man kann auch nicht immer das Gute tun, nicht mal immer das Mittelmässige. Es gibt auch mal das weniger Gute oder sogar das Schlechte oder vielleicht  – wenn’s nicht anders geht – das Dumme. Das man bereut. Dass das mal Zweifel auslöst ist normal, sage ich mir im Nachhinein. Aber wenn ich mittendrin stecke, dann tut es einfach nur weh. Weh, dass ich denke, ob ich als Mama gut genug bin. Ob ich meinem Wichtigsten das Beste geben kann. Ich weiss es nicht. In diesem Moment zumindest weiss ich es nicht.

Und dann kommt da meine allerbeste Superhälfte, nimmt mich in den Arm, trocknet meine Tränen und sagt mit aus tiefstem Herzen: Du bist die beste Mama die ich kenne. Und die Welt dreht sich wieder.