Das Mama & Papa DingsBums

Ich schrieb ja mal über die Mamapause und Papapause. Sich Zeit nehmen für sich. Wie siehts aber aus mit dem Mama & Papa DingsBums? Das gibt’s ja auch. Dieses Mama & Papa DingsBums. ??? Sex! Ah! Yep! Die lieben Kinderleins sind ja alle irgendwie entstanden. Aber das Mama & Papa DingsBums ist ja nicht nur zum Kinder zeugen da. Nicht? Nein! Dieser wunderbare Comic den ich als Bild genommen habe, zwang mir quasi diesen Artikel auf. Sex mal wieder zu erwähnen. Lebt er doch des öfteren mal ein Schattendasein. Nicht? Ihr habt also ein oder zwei oder drei oder vier Kinder, schmeisst mit links den Haushalt, das Auto wird wöchentlich gestaubsaugt und die durchschnittliche Mama & Papa DingsBumserei liegt bei zwei mal pro Woche? Gratuliere: ihr gehört zu einer Randgruppe, schafft auch nicht jeder 😉

DingsBums

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Wie viel Zweifel braucht es?

Ich zweifle. Manchmal. Oft. Öfters. Ich zweifle ob ich dem gerecht werde, was meine Aufgabe ist. Dieser gewaltigen Lebensaufgabe, auf die ich quasi nicht vorbereitet wurde. Die in meinem Naturell liegen soll – tut. Ich zweifle weil ich liebe. Und je mehr ich liebe, umso mehr zweifle ich. Tue ich genug gut? Bin ich genug gut? Mache ich es genug gut? Wie viel Zweifel braucht es? Mama sein – manchmal zweifle ich, ob ich es so gut hinkriege wie ich gerne möchte.

Zweifel

Wer den Artikel gelesen hat weiss, ich kann eine Bärenmama sein. Wer der Anekdote meines Mannes schon mal gelauscht hat, der weiss sogar, dass ich eine bissige Stutenmama sein kann. Wohl auch eine Löwenmama und eine Tigermama. Und sicher auch eine Ameisenmama, denn manchmal stemme ich das x-fache meines Gewichtes. Und während ich stemme, trage, hochhebe und ausbalanciere zweifle ich, ob ich es genug gut tue. Warum war ich vorhin schon wieder so streng? Warum war ich vorhin schon wieder so laut? Warum musste ich jetzt das schon wieder korrigieren? Und warum konnte ich eben die fünf nicht gerade stehen lassen?

Ich zweifle – weil ich so sehr liebe. So viel Liebe in mir trage für diese kleinen Erdenbürger, dass ich aus jeder meiner Pore das Beste für sie tun möchte. Besser als das Beste. In jeder Sekunde meines Tuns. Doch wie viel Zweifel braucht es? Zweifelt jede Mama? Jeder Papa? Zweifelt ihr auch? Ich hoffe, denn sonst würde ich jetzt sofort zu weinen beginnen. Denn das Zweifeln fühlt sich immer sehr schmerzhaft an und ich hoffe, ich tue mir das nicht als einzige an, denn da wäre ich ja irgendwie gaga oder so – was ich nicht hoffe.

Denn eigentlich weiss ich ja, dass man nicht immer das Beste tun kann. Man kann auch nicht immer das Gute tun, nicht mal immer das Mittelmässige. Es gibt auch mal das weniger Gute oder sogar das Schlechte oder vielleicht  – wenn’s nicht anders geht – das Dumme. Das man bereut. Dass das mal Zweifel auslöst ist normal, sage ich mir im Nachhinein. Aber wenn ich mittendrin stecke, dann tut es einfach nur weh. Weh, dass ich denke, ob ich als Mama gut genug bin. Ob ich meinem Wichtigsten das Beste geben kann. Ich weiss es nicht. In diesem Moment zumindest weiss ich es nicht.

Und dann kommt da meine allerbeste Superhälfte, nimmt mich in den Arm, trocknet meine Tränen und sagt mit aus tiefstem Herzen: Du bist die beste Mama die ich kenne. Und die Welt dreht sich wieder.

Wir haben Streit – und ihr?

Es war letzten Freitagmorgen, irgendwie war der Wurm drin. Meine bessere Superhälfte mutierte zur Schlechthälfte und ich zur kratzbürstigen Hexe (eine Hexe bin ich ja immer, glaubt man meinem allerliebsten Schwiegerpapa). Wir hatten Streit. Ok, es war nicht ein Streit, es war ein-sich-an-stinkern-und-an-motzen. Und das bereits in aller Herrgottsfrüh – blöd! Schlechthälfte ging zur Arbeit, Kratzbürst-Hexe blieb angesäuert zu Hause. Fazit des Freitagmorgens: Wir haben Streit – und ihr?

Wir haben Streit

Die Kinderleins waren wie immer. Fröhlich verspeisten sie das Frühstück, beim Zähneputzen zappelten sie etwas rum, das Anziehen verlief toll. 08/15. Nur die Mama, die war so gar nicht 08/15 – ich hätte mich glatt selber in’s Zimmer gestellt, zum kurz Runterkommen. So schnoddrig wie ich war. Aber natürlich stellte ich mich selber nicht in’s Zimmer, auch meine Kinder kamen nicht auf diesen Gedanken (wär ja noch schöner!) Sie hätten allerdings, rückblickend, das totale Recht darauf gehabt.

Meine Stirnfalte zwischen den Augenbrauen manifestierte sich. Die krieg ich immer beim angestrengt Denken, konzentriert sein, oder eben beim “sauer-sein”. Ich schepperte mit dem Geschirr, bewies null Feingefühl beim Schliessen jeglicher Türen und Schränke und zu allem Übel: ich war total ungeduldig und mies gelaunt meinen Kindern gegenüber. Als ich das um ca. 9:00 bemerkte, waren schon zwei Stunden “miese-peter-laune”-Zeit vergangen, das konnte doch nicht sein. Ich bin wahrhaftig alt genug, um wegen blöder Streitereien nicht die Sauer-Laune an anderen auszulassen. Schon gar nicht an meinen Kindern. Was tun? Ich griff zum Hörer und rief meine Schlechthälfte an, um ihm zu sagen, egal wer heute morgen zuerst und wer recht und wer überhaupt: er sei doch meine allerbeste Superhälfte und es täte mir leid! Ihm tat es auch leid, und so tat es uns beiden leid und ich konnte mich bei meinen Zauberkindern entschuldigen, denn die hatten ja zu allerletzt etwas dafür, kriegten aber das meiste ab, vom Frust.

Wir haben Streit – und ihr? Eine Frage die man nie stellt, NIE! Würde wahrscheinlich auch nicht gut ankommen. Aber wie stehen wir zu unserer Streitkultur? Haben wir eine? Können wir Konflikte ausleben? Oder kehren wir sie unter den Tisch, in der Hoffnung, dass die da unten selber Party feiern. Können wir niveauvoll kritisieren, Meinungen diskutieren, Ansichten vertreten und trotzdem einander nicht an die Gurgel gehen? Oder sich dann schmerzvoll anschweigen? Oder davon laufen?

Streiten will gelernt sein, denn Auseinandersetzungen lösen Emotionen aus. Und sie involvieren alle, selbst wenn man meint, man können den Streit mit sich selber ausmachen – nichts da, das klappt nicht. Ob es nun die Kinder, die beste Freundin, der Arbeitskollege, die Nachbarin, der Handwerker oder Busfahrer ist – wir strahlen aus, was wir fühlen. Besonders für unsere Kleinen sind Konfliktsituationen zwischen Mama und Papa sehr schwer zu ertragen. Sie beziehen das schlechte Klima ganz schnell auf sich und sind verunsichert. Umso wichtiger ist es also, dass man Streit alltagstauglich macht. Das man ihm das “hui-und-pfui” wegnimmt und dazu steht, ja wir haben gerade eine Auseinandersetzung, aber die ist bald vorbei und halb so wild.

Das soll jetzt hier nicht heissen, dass ich nur für Mauerblümchen-Streit bin, nein nein, wenn es mal richtig kracht, dann dauert das halt auch mal länger, bis es ausgestanden ist. Trotz alle dem soll man dann nicht die Augen davor verschliessen, sondern sich dem Streit aktiv hingeben und sich bemühen, dass er früher oder später verdaut werden kann. Denn je länger wir angesäuert durch die Welt tingeln, umso länger vergiften wir alle rund um uns herum, und das hilft dann gar keinem.

Und eine gute Streitkultur hilft nicht nur der BEziehung, sie unterstützt auch die ERziehung. Kinder sollen lernen, dass auch Mama und Papa mal sauer sind, entweder aufeinander, auf die Arbeit, auf das Nicht-Benehmen am Tisch oder auf den blöden Streich, der die Kinderleins gerade ausgeheckt hatten. Sauer sein, sich mal anmeckern und stinkig sein gehört zum Leben genauso dazu, wie fröhlich und heiter zu sein. Nur wer alle Facetten unserer Emotionen-Vielfalt lebt, lebt auf Dauer gesund.

Denn auch wenn ich meine Superhälfte über alles liebe, so könnte ich ihn zwischenzeitlich immer mal wieder auf den Mond schiessen. Meine supistrupi Kinder wollte ich schon mehrfach bei Ricardo zum Verkauf anbieten und auch meine heiss geliebten Eltern hätte ich schon zig mal in die Wüste geschickt – inklusive meiner Schwester. Umgekehrt fühlen sie wohl alle genauso mir gegenüber. Es ist gesund sich mal nicht riechen zu können, sich mal zu verteufeln und sich zu streiten. Je mehr man das so sieht, umso schneller verträgt man sich wieder und sich streiten wird alltagstauglich. Also ich sag euch ja: Wir haben Streit – und ihr?

Mamapause – Papapause – Kinderpause

Wie viel Mamapause und Papapause braucht man von seinen Kindern? Reicht mal eben kurz “ich-gehe-wäsche-aufhängen…ALLEINE” oder sich mit dem Smartphone für gefühlte 20 Sekunden auf dem Klo einzusperren, dass man gerade mal zwei von zehn Headlines erhaschen kann?Reicht das? Oder mal in der Mittagspause einfach alles stehen und liegen lassen und NICHTS tun, wenn die Kleinen schlafen – Betonung auf WENN sie schlafen! Ich glaube ich hole da mal aus und philosophiere ein wenig über’s Pausemachen…

Mamapause

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