Mit saftigem Kürbisbrot durch den Herbst

Ihr wisst ja, im Backen bin ich keine grosse Heldin. Damit meine ich das Backen von klassischen Torten, Gebäck und Kuchen. Liegt wohl auch daran, dass ich es nicht sehr gerne esse. Was ich aber unglaublich gerne mache, sind sogenannte „loafs“. Im Deutschen gibt’s dafür kein wirklich passendes Wort. Ich kann das Rezept ja schlecht Kürbislaib nennen. Brot ist zwar auch nicht wirklich treffend, Kuchen aber schon gar nicht. Deswegen nenn ich das Loaf halt doch „Kürbisbrot“, auch wenn’s mit einem klassischen Brot nicht direkt in Verbindung gebracht werden kann.

Kürbisbrot

Das Rezept ist eigentlich fertig – eigentlich. Ja was soll denn das bitte. EIGENTLICH? Es ist so: ich möchte es euch gerne zeigen, bin aber erst zu 99% damit zufrieden. Es schmeckt gut, es riecht gut, die Textur ist gut. Aber ich glaube, ich kann es noch verfeinern und bald hab ich dann das 100% Rezept. Trotzdem schreibe ich euch hier das 99% Rezept mal auf, denn die Veränderungen für den Feinschliff werden wohl minimalst bleiben. Und weil im Moment gerade super Kürbiszeit ist, probiert’s doch auch mal aus. Und wie ihr mich kennt: Freestyle ist immer willkommen. Wenn ihr Ingwer oder Muskatnuss nicht mögt – einfach weglassen. Das Kürbisbrot wird daran nicht scheitern.

Kürbisbrot

Rezept für eine Kastenform:

  • 400 g Butternusskürbis
  • 2 reife (überreife) Bananen
  • 1 TL Currypulver
  • 1/2 TL Kurkumapulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/4 TL gemahlener Muskatnunss
  • 1/4 TL gemahlener Ingwer
  • 1/4 TL gemahlene Gewürznelken
  • 2 Eier
  • 100 g feine Haferflocken
  • 50 g Dinkelmehl
  • 50 g Flohsamenschalen
  • 25 g Hanfmehl
  • 1 TL Himalayasalz

Kürbisbrot

Kürbisbrot

Den Kürbis schälen und in kleine Stücke schneiden. Dann den Kürbis dämpfen, bis es sehr weich ist und anschliessend pürieren. Das Kürbispüree zusammen mit den Bananen, allen Gewürzen und den Eiern gut vermischen. Danach die Haferflocken, das Dinkelmehl, die Flohsamenschalen, das Hanfmehl und das Salz dazumischen. Nochmals kräftig verrühren und in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben.

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und das Kürbisbrot in der Ofenmitte für ca. 50 Minuten backen. Anschliessend aus dem Ofen rausnehmen und in der Form auskühlen lassen. Dadurch behält es seine Form und fällt nicht in sich zusammen. Nach dem Auskühlen in ca. 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und geniessen.

Kürbisbrot

Das Kürbisbrot kann mehrere Tage aufbewahrt werden, ohne dass es seine Feuchtigkeit verliert. Am besten in einem geschlossenen Glasbehälter oder Tupperware im Kühlschrank lagern.

Der Boden kommt zurück

Kann man einen Moment als den Tiefpunkt bezeichnen? Als den Moment, an dem man jeglichen Sauerstoff verbraucht und alle Energie verbrannt hat? Ich denke ja. Ich denke dass jeder solche Momente kennt. Tiefpunkte kommen und gehen. Es gibt nicht den ultimativen Tiefpunkt. Den Gravierensten, den Brutalsten. Obschon man sie wohl rückblickend in Ranglisten einteilen könnte – tut man wohl aber nicht. Denn der Tiefpunkt, in welchem man sich akut befindet, fühlt sich schlimm genug an, um ihn furchtbar zu empfinden. Und so fühlt sich der plötzliche Boden unter den Füssen dann wiederum sehr hoffnungsvoll an. Nach dem haltlosen freien Fall ist da etwas, an dem man sich wieder abstossen kann. An dem man sich nach oben stossen kann. Der Boden kommt zurück. Ich bin froh.

Copal

Und wenn der Boden zurück kommt, da kommt auch auf einmal diese Kraft hervor, sich Dinge anzueignen, die diesen Boden unterstützen. Ihn stabil halten. Dass das fragile Etwas nicht in’s Wanken gerät – so neu ist er doch, der zurück gewonnene Untergrund. und was tue ich, wenn mich die Kraft wieder aufstellt? Ich glaube an die Macht der eigenen Energie, des Wollens und des Könnens. Das in jedem von uns schlummert. Doch manchmal braucht es eben etwas, dass alles ein wenig unterstützt. Dass gut tut.

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All diese Emotionen – nur zu, meine Tür ist offen.

Oh diese Emotionen. Was können sie einen doch durcheinander bringen. Sie rütteln, schütteln, lassen grübeln – freudig, traurig, das ganze Programm. Wenn sie so schön differenziert nacheinander kommen, kein Problem. Mal ist man freudig, mal sauer, mal traurig, mal hibbelig. Das macht es abwechslungsreich. Das macht es authentisch. Aber manchmal, da kommen sie alle auf’s mal. Gleichzeitig. Und dann wird’s herausfordernd. Ich hab letzte Woche gerade so ein exklusiv all-inclusiv Emotionspaket zugestellt bekommen.

Wir haben Streit

Ich am Grübeln

Ich kann mich allerdings nicht daran erinnern, ein solches Paket bestellt zu haben. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, den Wunsch nach einer Bestellung wie dieser gehabt zu haben. Und jetzt hab ich’s einfach. Ohne Sendungsverfolgungsnummer die mich irgendwie hätte vorwarnen können, hab ich das Paket und bin ein wenig überfordert. Ok, geflunkert. Ich bin TOTAL überfordert. Ich bin bildlich mit der gusseisernen Bratpfanne davon erschlagen worden. Wurde in’s vorübergehende Delirium befördert. Und dabei habe ich für das gerade überhaupt keine Zeit. Ich habe keine Zeit für ein Emotions-Tohuwabohu. KEINE ZEIT – und anscheinend auch keine Nerven.

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Durst? Switchel

Hachjaaaaaaaaaa – es bleibt schwül warm. Zumindest jetzt ist es gerade wieder schwül warm. Und weil das warme bis heisse Wetter in diesem Sommer zu unserem Dauerbegleiter geworden ist – die Diskussion darüber, ob dieser Begleiter nun Liebhaber oder Feind sei, lassen wir bleiben – ist auch der Durst ein steter Freund. Was nun aber trinken, wenn einem diese Schwüle übermannt? Ich empfehle: Switchel.

Switchel

Switchel Was? Ja, der Name ist ein kleiner Zungenbrecher. Schwitzel, Swischel, Sweischwasichchasmirnedmerke. Ein paar mal geübt merkt man dann, der Name ist, wenn überhaupt, das Schwierigste an diesem Getränk. Denn Switchel macht ihr euch im Handumdrehen selber. Lediglich drei Zutaten mischt ihr ganz nach eurem Gusto zusammen und schon switchelts bei euch.

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Manchmal habe ich Angst

Jetzt ist er hier, dieser Moment. Der Moment in dem sich unsere Familie neu organisieren muss. Eigentlich ein schöner Moment, etwas auf das wir uns freuen. Eigentlich ein Moment der vor uns schon zig Familien genau so erlebt haben. Eigentlich ein Moment der sich wohl später rückblickend irgendwo in die Erinnerungen einordnet und kaum als „schwierig“, „speziell“ oder „turbulent“ empfunden wird. Ein ganz normaler Alltagsmoment, aber irgendwie bin ich leicht nervös. Habe ein wenig Angst. Hallo Kindergarten, herzlich Willkommen in unserer Familie, du machst mich ein wenig nervös. Ein wenig ängstlich.

Angst

Ja ja, ich weiss. Kindergarten. Pipifax. Da warten noch ganz andere Brocken auf mich: Pubertät, Aufklärung, erste Liebesbeziehung, zweite Liebesbeziehung, dritte Liebesbeziehung… zehnte Liebesbeziehung. Oberstufenübertritt, Autoprüfung, erste eigene Wohnung, fünfzehnte Liebesbeziehung und so weiter und so fort. In die Zukunft schauend kann ich mir schon denken, dass der Kindergarteneintritt nicht wirklich so wahnsinnig einschneidend sein kann. Aber im Jetzt lebend ist er es eben doch.

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Gutes für die Haut

Keine Angst, ich bin nicht unter die Beauty-Bloggerinnen gehüpft. Keine Angst deswegen, weil einige von euch mich ja in Natura kennen und wissen, dass ich weder einen Mascara schwingen noch eine Foundation korrekt auftragen kann. Ich bin sogar zu faul für den Ausdruck „Tages- und Nachtcrème“. Eine tagsüber, eine nachts? Das ist mir schon zu viel. Nicht nur schminkfaul, wohl auch kosmetikafaul würd ich mich nennen. Und doch hab ich jetzt was, das mich überzeugt hat. Gutes für die Haut. Gutes für mich.

lush

fast keine Verpackung und wenn, dann richtig umweltschonend – das mag ich.

Als Ernährungsberaterin empfehle ich ja Gutes für die Haut im Sinne von Leinöl, viel stilles Wasser und wenig industriell hergestellte Nahrungsmittel. Quasi die Versorgung von innen heraus. Das ist mein Metier. Kosmetika ist es nicht. Da kenn ich mich nicht aus und bin sehr unbewandert unterwegs. So war ich zu beginn auch ein wenig skeptisch, als ich eine Anfrage für eine Cooperation mit LUSH erhielt. Ich und Kosmetika? Na, ich weiss nicht so recht.

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Wenn die Seele reist

Ich denke in den letzten Tagen oft an unsere Reise zurück. Mal bin ich in Koitiata, mal fahren wir nach Raglan. Mal koche ich in der kleinen Wohnmobilküche, mal waschen wir alle zusammen die Haare in einer Familienkabine des Campingplatzes. Oft fühle ich die Reise. Ich bin losgelöst, ich bin entspannt, frei. Ist das wohl, weil wir jetzt gerade unsere ersten Ferien zusammen verbringen, seit wir von unserer Reise zurück sind? Könnte sein. Wir haben den Alltag um einige Stundenkilometer verlangsamt und lassen die Seele baumeln. Wir reisen, auch wenn wir nicht wirklich von der Stelle kommen.

Rosa Hauswand in Louhans

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