Kochen in Neuseeland – Kochen im Wohnmobil

Im 08/15 Mama-Alltag koche ich gerne kreativ, ohne zu viel Aufwand, frisch und gesund. Ich hab meine gewohnte Küche, meine Kochutensilien, Lieblingstöpfe und Lieblingsgeschirr. Im Neuseeland Mama-Alltag koche ich fast gleich – fast. Ich habe eine tolle Wohnmobilküche, bin aber trotzdem etwas limitiert. Deswegen zeig ich euch mal, wie wir in Neuseeland Kochen – wie wir im Wohnmobil kochen.

Neuseeland Kochen

Nachtessen in Dargaville – Nordinsel

Was wir immer im Vorratsschrank haben sind rote und grüne Linsen, ebenso grüne getrocknete Erbsen und Gerste. Auch Vollreis und Kokosmilch sind immer zu finden, oder auch Leinöl und Balsamico. Denn mit diesen Zutaten und etwas frischem Gemüse kann ich gleich mehrere Mahlzeiten zubereiten. Ich kann ein Rotes Linsencurry kochen, oder eine Gemüse-Reis-Pfanne, Kokosgemüse mit Gerste oder einen lauwarmen Gemüse-Linsen-Salat. Je nachdem wo wir sind, koche ich mehr oder weniger „aufwändig“. Damit meine ich die Dauer der Garzeit. Wenn uns Strom zur Verfügung steht, dann gibt’s super gerne ein Kokosgericht mit grünen getrockneten Erbsen. Die brauchen allerdings mindestens 50 Minuten Kochzeit – deswegen bin ich froh, wenn ich die Herdplatte mit Strom benutzen kann. Das Gas würde sonst zu schnell ausgehen. Gerste oder Grüne Linsen brauchen nur 35 oder 25 Minuten – das geht schon schneller. Und die Roten Linsen sind meine Favoriten wenn’s tatsächlich mal schnell gehen muss. 8 Minuten köcheln und fertig – juhu.

Gemüsesalat in Westpost – Südinsel

Gewürze fehlen auch nie, damit bringen wir Variabilität in unsere Küche. Mildes Curry, scharfes Curry, Kurkuma, Zitronenpfeffer, Himalayasalz, Zimt und Cacao. Manchmal sind wir sogar solche Glückspilze und wir kriegen frische Kräuter auf einem Camping. So wie heute – Thymian, Petersilie, Rosmarin, Pfefferminze. Das peppt auch jedes Gericht auf.

Gemüsepfanne mit Thun für die Kids – Whatipu – Nordinsel

Im Kühlschrank sind auch immer Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer – Fräulein Flunker meinte letztens, wir seien schon eine komische Familie. Warum, fragte ich darauf. Da meinte sie, weil klein Napoleon gerne Zwiebeln mag, das sei schon ein wenig speziell. Eigentlich hätten dass keine Kinder gerne, deswegen seien wir eine komische Familie. Na wenn das Fräulein Flunker sagt, stimmt es wohl…

Das Frühstück besteht entweder aus Haferflocken mit Reismilch, Cacao und Apfel oder aus einem warmen Porridge mit Zimt, Rosinen und Flohsamenschalen. Am Wochenende gibts Roggentoast mit Butter und Manukahonig. Fein. Ah ja, fast vergessen, ein 3-Minuten-Ei ist auch noch mit dabei. Und dazu frischen Ingwer-Tee mit Zitrone – belebt die Geister.

Vor dem Frühstück – Wanaka – Südinsel

Auswärts gönnen wir uns dann einen richtigen Espresso – hier „Short Black“ genannt. Den serviert man hier üblicherweise mit „double shots“, also doppio. Wir haben verschiedene Kaffeezubereitungen im Wohnmobil ausprobiert und keine hat uns überzeugt – deswegen gönnen wir uns die Kaffees immer ausser Haus (ausser Wohnmobil, natürlich). Ebenso zwischendurch mal einen Blueberry Muffin, Dattel-Orangen Scone, Bliss Balls oder was es sonst noch so feines in den hübschen Cafés gibt.

Short Black in Raglan – Nordinsel

Bliss Balla in Opunake – Nordinsel

Unser stinknormaler Familienalltag im Wohnmobil in Neuseeland sieht kulinarisch also folgendermassen aus: Zum Frühstück das Müesli aus Haferflocken, Reismilch und Co, danach beim ersten hübschen Café ein oder zwei „Short Black“, danach einen Zmittag Snack bestehend aus Gemüsedips mal mit mal ohne Humus, Mandeln und Datteln und zum Abendessen wie erwähnt, ganz viel Gemüse verpackt ein Curry oder als Ratatouille oder in der Reispfanne – und so weiter und so fort.

Auf unserer Einkaufsliste stehen immer folgende Sachen:

Mandeln
Datteln
Äpfel und sonstige Früchte
Gemüse, Gemüse, Gemüse
Kokosmilch
Ingwer
Zwiebeln
Knoblauch
Gewürze (Curry, Kurkuma, Zimt, Cacao)
Reismilch
Haferflocken
Rosinen
Kokoswasser
Kräutertee
Manukahonig
Linsen
Vollreis
Getrocknete Erbsen
Gersten
Eier
Leinöl
Balsamico
Roggentoast

Das wär’s wohl so mit dem Einblick in unsere Wohnmobilküche. Wie ihr lesen könnt, bin ich auch weiterhin kein Fan von Convenience Food – auch wenn es schampar einfach wäre, eine Dose hier, eine Verpackung da und eine Tüte dort zu öffnen und das Essen innerhalb kürzester Zeit fertig zu haben. Aber es schmeckt mir einfach nicht. Und unserer Gesundheit auch nicht. Deswegen, her mit den Messern, den Schneidebrettern und den Pfannen, die das Wohnmobil hergibt und gezaubert wird in der Küche – ob limitiert oder nicht.

PS: der schönste Küchenmoment in Neuseeland war, als wir das Wohnmobil bekamen und Fräulein Flunker und Napoleon fragten: „Was ist das für ein Ding da? Dieses viereckige Schwarze?“ Ich: „Das? Ja das… das ist eine Mikrowelle.“

Gemüsepfanne mit Gerste – Pounawea – Südinsel

 

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