Einfache Küche – einfache Handgriffe

Eine einfache Küche ist mein stetiges Ziel. Nicht ohne Hintergedanken wählt man sich ein Motto oder Slogan aus: Mamalltag – einfach ist auch gut. Und wie ich es so schreibe, so meine ich es auch. In der Einfachheit findet man zurück zum Ursprung. Ob das nun in der Küche, im Alltag, dem Sinn des Lebens oder weiss der Geier wo ist. Es sich einfach machen heisst nicht, faul zu sein, etwas auszulassen oder ein Drückeberger zu sein. Es sich einfach machen heisst, die Tricke des Alltags zu kennen, Prozesse zu optimieren, sich auf’s Wesentliche zu konzentrieren und mit wenig genug zu erreichen. In einer Alltagsküche ist dies wohl ein gern gesehenes Ziel: Einfache Handgriffe, einfache Küche, gutes Essen.

Einfache Küche

Und wie sieht nun so eine einfache Küche aus? Einfach könnte ja auch Fast Food bedeuten: Tiefkühl-Pizza hier, Ofen-Lasagne da. Den Kebab beim Dönerstand auf dem Nachhauseweg mitnehmen oder sich gleich am Steuer im Auto den Big Mac reinpfeiffen. Öhm, nein. Fast Food mag wohl „schnell“ sein, ist aber auch „schnell ungesund“ und schlägt nicht nur mit unnötigen Kalorien, schlechten Fetten, unendlich vielen Zusatzstoffen und mangelhafter Nährstoffbilanz zu Buche.

Aber wie es halt so ist, der Mensch ist ein Gewohnheitstier und der Aufwand muss sich zwingend mit dem Ertrag paaren. Und wenn das Pizzateig-selber-machen beim ersten mal a) Ewigkeiten dauert und b) nicht gelingt, wird das Projekt „Pizzateig“ ad acta gelegt. Schön verpackt mit der Assoziation „kann ich nicht, will ich nicht – her mit dem Tiefkühlding“. Schade! Schade um die verschmähten Küchentalente, schade um das Geld für die Tiefkühlschande und schade um die Negativbilanz auf der Gesundheitsskala.

„ich hab aber keine Küchen-Super-Struper-Maschine. Hätte ich so was, dann würde ich…“ Klar: ich glaub dir KEIN WORT. Hättest du eine Küchen-Super-Struper-Maschine, dann wäre der nächste Grund, zu viel Aufwand für die Reinigung: ich putze doch die Maschine nicht für eine Portion Pizzateig. Gell? 🙂

Ja, Punkt an dich, da geb ich dir recht: aber selber machen, kannst du es trotzdem, von Hand! Ich habe nämlich eine Küchen-Super-Struper-Maschine und für die kleine Portion Pizzateig, die ich gerade brauchte, war mir die Putzerei auch zu blöde. Also her mit der guten alten „von-Hand-Kneterei“. Leute, was glaubt ihr wohl, haben unsere Grosmütter früher gemacht? In der Küche geschmollt, weil keine olle Maschine da war? Eben! Also zurück zur einfachen Küche, zurück zu den einfachen Handgriffen. Mehl, Hefe, Salz, Olivenöl – kneten, fertig. Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch schneiden – dämpfen, fertig. Mozzarella oder Parmesan hobeln, nach Gusto mit Gemüse oder was auch immer belegen, fertig. Und jetzt, JETZT, dürft ihr den Ofen anmachen. Wir müssen ja nicht gleich noch ein Feuer im Garten oder auf dem Balkon entfachen, um das richtige Feeling zu spüren. Der Ofen ist ganz ok und darf in der Zeit der Moderne ohne Reue geschätzt und benutzt werden.

Jetzt braucht ihr noch ein paar Ideen, was man denn so alles in Windeseile selber kochen kann? Bitteschön, ein paar Ideen. Viel Spass in der Küche und beim Essen. Und Gottseidank läuft die Abwaschmaschine nicht unter „Fast Clean“ – wenn man uns dies auch noch verschmähen würde, die Einweggeschirre würden auf dem Aktienmarkt Rekorde erzielen. Back to the roots mit all den Pluspunkten der heutigen Technik – bon appetit!

Grüne Dinkelpizza
Reisburger
Gemüse Quinoa Salat
Amaranth Pfanne
Süsskartoffel-Erdnussbutter-Gratin
Kichererbsen Kokos Curry
Ruckzuck Süsskartoffel Pfanne

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