Ein Teil von mir – meine Geschichte.

Ich war 14. Mein Papa und ich kamen gerade aus einem Urlaub auf Teneriffa zurück. Mama hatte es glaube ich zuerst bemerkt, dieses Ding am Hals. Dann hab auch ich es gespürt. Komisch, anders, es war vorher nicht so da, wie zu diesem Zeitpunkt. Ich war 14. Und ein Teil von mir begann ab diesem Moment neu zu entstehen. Ich habe ihn lang nicht verstanden, diesen Teil. War wohl zu jung. Zu unselbstständig. Oder halt einfach erst 14. Dies ist eine Geschichte von mir – von dem einen Teil von mir.

Geschichte

 

Meine Erinnerungen an jene Zeit 1997 sind lückenhaft und neblig. Ich kann mich an wenige Details erinnern. Ich weiss nur, es ging dazumal alles sehr schnell. An meinem Hals fand man Knoten, sie waren auf der Schilddrüse. Zwei Knoten. Zwischen dem Moment, in welchem ich sie ertastete und mit meiner Mama und meinem Papa in der Küche sass und wir alle drei diesen „neuen“ Hals erkundeten, bis zu dem Moment, als ich zur Punktion zitiert wurde und die OP nur kurz danach anstand, vergingen gefühlte fünf Minuten. Ich weiss noch, ich schämte mich, als ich nach der Punktion zurück in’s Klassenzimmer musste. Die langen Nadeln, welche mir Zellen aus den Knoten nahmen, liessen meinen Hals anschwellen und ich schämte mich angestarrt zu werden. Den Arm brechen, einen Gips tragen, an Krücken gehen – all das ist cool. Meines war nicht cool. Es war komisch.

Es war März. Das weiss ich, noch sehr genau, denn das ist mein Geburtstagsmonat. Das Telefon klingelte, ich nahm ab, es war mein Hausarzt. Es war wohl nicht seine Stärke, das sensibel-sein, daher sagte er mir nur: „Richte deinen Eltern aus, es sei nicht gut. Sie sollen mich bitte zurückrufen.“ Ich erinnere mich nicht daran, dass ich traurig war, oder verängstigt. Ich erinnere mich nur, dass ich dieses Buch holte. Ein Buch, in welchem Krankheiten beschrieben sind. So eines, wie früher jeder Haushalt hatte. Ich blätterte zu Leukämie, las es. Wieso weiss ich nicht. Und dann blätterte ich zu Schilddrüsenkrebs, las es. Auch da weiss ich nicht wieso. Ich tat es einfach.

Das nächste was ich mich erinnere ist, dass wir beim Hausarzt sassen. Ich hörte zu, verstand aber nichts. Ich sah immer wieder meine Mama an, sie weinte. Ich wollte aber nicht, dass sie weinte. Nicht wegen mir! Es stand ein Operationstermin an. Man wollte mir einen Knoten und die Hälfte der Schilddrüse entfernen, um dann direkt vor Ort das Gewebe genauer untersuchen zu können und zu entscheiden, ob alles raus muss oder nicht. Der Termin war an Ostern, Ostermontag oder so. Schade dachte ich nur, krieg ich trotzdem Schokoladenhasen? Ich musste vorab schon mal in das Spital. Mama kam mit. Ich musste dann aber alleine in ein Zimmer gehen, mich auf einen Stuhl setzen und dann kamen – ich weiss nicht mehr wie viele, vier oder fünf? – Männer und Frauen in weissen Kitteln. Sie redeten von meinem Hals und schauten ihn an. Ich fühlte mich ausgestellt, unwohl. Wo war Mama?

Meine Mama und mein Papa trafen kurz vor der OP einen Freund von uns. Sein Bruder ist Naturheilpraktiker. Sie erzählten meine Geschichte. Er erzählte von seinem Bruder. Und so kam es, dass meine mutige Mama die OP absagte. Ich schreibe mutig, weil ich im Nachhinein weiss, was sie sich anhören musste. Egal. Wir entschieden uns so. Unser Naturheilpraktiker behandelte mich nach der Hulda Clark Therapie. Auch das verstand ich nicht. Ich verstand allgemein sehr wenig, was in dieser Zeit mit mir passierte. Ich war 14. Das erklärt es wohl.

Es ging mir besser. Ich war weniger müde. War weniger heiser, denn die Knoten drückten seit Beginn auf meine Stimmbänder und meine Stimme versagte öfters mal. Konnte wieder besser singen. Aber die Knoten verschwanden nicht. Sie blieben. Sie sind sogar gewachsen. Langsam, aber sie sind gewachsen. Trotzdem: es ging mir gut. Mein Naturheilpraktiker sagte mir, das Gewebe sei gutartig. Es sei zwar noch da, aber nicht bösartig. Gut. So blieb es.

Ich wurde älter, die Knoten begleiteten mich. Ich hatte sie akzeptiert, auch wenn ich sie nicht schön fand. Denn man sah sie – alle sahen sie. Und beim Schlucken machten sie ein komisches Geräusch. Ich war ein Teenager, eine junge Frau, ein beinahe erwachsenes Mädchen – klar war ich auch eitel. Ich war nie eine der Schönsten, aber ich war hübsch. Das war auch mir wichtig. Wie all den anderen Mädchen auch. Und so trug ich oft Schals und Halstücher. Sie kaschierten meinen Hals, verdeckten diesen Teil von mir. Ich blieb hübsch, auch mit diesem anderen Hals.

Es wurde 2002, ich war 19 Jahre alt. Die Knoten belasteten mich. Sie waren nicht nur mehr einfach störend – sie waren belastend. Die beiden Knoten auf meiner Schilddrüse fühlten sich wie Fremdkörper an. Ich wusste, dass ich sie irgendwie loswerden musste. So entschied ich mich, den einen Knoten und die eine Hälfte der Schilddrüse entfernen zu lassen. Ich bekam einen OP Termin, irgendwann im Juni oder so. Und ich musste zu Vorabklärungen. Ultraschall, Vermessung der Knoten, Besichtigung der Stimmbänder. Dafür bekam ich eine Kamera durch die Nase in meinen Hals – es tat nicht weh, aber ich fühlte mich wie eine Stopfgans. Man sagte mir, das Risiko, die Stimmbänder zu verletzen bestünde. Die Stimme verlieren – war das eine Option? Nein! Die Knoten drin lassen – war das eine Option? Nein! Also blieb nur der Optimismus, das nichts passieren würde und ich heil und ganz aus der Operation wieder erwachen würde.

Warum nur den einen Knoten? Warum nur die eine Hälfte? Mir war bewusst, dass die Schilddrüse ein immens wichtiges Organ ist in unserem Körper. Mir war bewusst, dass sie mir viel Gutes tut, viel Arbeit leistet und dies tagtäglich. Ich wollte meinem Körper, der anderen Hälfte der Schilddrüse die Chance geben, ihre Arbeit fortzusetzen und mir so wunderbar zu dienen wie bis anhin. So kam es also zu der besagten OP. 4 Stunden in Vollnarkose, und als ich dann im Aufwachraum erwachte, vernebelt und total neben den Schuhen, da war sie da. Meine Mama. Und bald darauf Papa. Ich hatte Schmerzen, aber ich konnte reden, meine Stimmbänder waren ganz geblieben. Und auch das Gewebe des Knoten stellte sich wie vermutet als gutartig dar. Was für ein Erfolg, was für ein schönes Gefühl. Es liess all die Schmerzen und die Narbe mitten am Hals einfach verschwinden. Ich musste fünf Tage im Spital bleiben, konnte mich schlecht bewegen, war im gesamten Hals/Nackenbereich komplett versteift und der Hals war innen wie aussen total entzündet und tat einfach nur weh. Blöde Schmerzen. Aber meine Mama, mein Papa. Sie waren da, auch jetzt mit 19. Danke. Es war dadurch erträglicher. Nach den fünf Tagen wurde ich entlassen. Ade Frau Springhetti, alles Gute. Zurück in den Alltag. Zurück zu meinen Freunden, meinem Zuhause. Zurück in die Ausbildung, das Maturajahr sollte im August beginnen. Aber vorher war noch ein Aufenthalt in Südfrankreich geplant. Zusammen mit meinen Freundinnen. Ich freute mich. Damit die Narbe, welche doch so präsent mitten am Hals war, nicht noch präsenter wurde, trug ich ab sofort ein Halsband. Mama nähte es für mich. Sah für viele wohl komisch aus, aber da musste ich jetzt einfach durch.

Südfrankreich – ich war 19. Ich war unternehmungslustig, war ein Spassvogel, war ein Teil meiner Clique, war für alle Abenteuer zu haben. Und genau dann, da in Südfrankreich, sollte ich den neuen Teil von mir kennenlernen. Der Teil von mir, der bis anhin entweder nur schlummerte oder sich erst jetzt zeigte. Ich hatte Heimweh, ich verlor den Halt, ich hatte keine Erdung mehr, ich fühlte mich fremd in mir. Ich versuchte zu ignorieren, versuchte die Alte Fiorina zu sein. Lachen, mitmachen, Ideen haben, spontan sein. Aber tief in mir drin, war nichts wie das Alte Ich. Ich wollte heim – sofort.

Es begann eine schwierige Zeit. Wie soll man mit einer Situation umgehen, in welcher man sich selber nicht mehr kennt? Wenn die Freunde sich wundern, warum man plötzlich „so anders“ ist? Wenn der Freund einem nicht mehr versteht? Ich war sensibel, dünnhäutig, sehnte mich nach Verständnis und Wärme – und ich bekam genau das Gegenteil. Ich verlor alles was einer jungen Frau in diesem Moment Halt gibt: meinen Freund, meine besten Freundinnen, meine Clique. Ich schien nicht mehr zu passen, schien ihnen fremd zu sein, konnte meine alte Rolle nicht mehr wahrnehmen. Wurde hinterfragt und konnte einfach keine Antwort auf mein sein geben. Mama – Papa: ihr wart da, ihr akzeptiertet meine Ruhe, meine feinfühlige Art, meine schüchterne Art, wenn ich nach draussen gehen musste, mein Wunsch nach Sicherheit. Manchmal war mir der Maturaschulalltag schon zu viel. Nicht wegen dem Stoff, nein, zum Glück war ich eine sehr gute Schülerin. Wegen meinem Wunsch nach Einsamkeit und gleichzeitiger Wärme durch Verständnis. Niemand und nichts konnte mir geben was ich wollte, ich konnte es mir ja selbst nicht geben, verstand ich mich ja selber nicht. Verstand diesen Teil von mir nicht. Viele Absenzen, zu viele Absenzen – die Schule wurde aufmerksam. Zuerst dieser Schulpsychologe, dann jener Schulpsychologe. Alle versuchten sie, in mir das oder dieses zu sehen und mich zu definieren. Aber es gelang nicht. Es half nicht. Ich bekam Antidepressiva verschrieben. Aber ich nahm sie einfach nicht. Wollte nicht in meine Psyche eingreifen lassen. Und ich wurde trauriger und trauriger.

Es war Ende 2002 oder Anfang 2003. Meine Mama wollte nicht mehr zusehen, wollte wissen, warum es mir ging, wie es mir ging. Und beharrte, beharrte wie eine Löwin darauf, dass mir endlich nochmals die Schilddrüse untersucht werden sollte. Denn dies wurde nie gemacht. Nicht direkt nach der OP, auch nicht eine geraume Zeit nach der OP. Einfach nicht. Man nahm wohl an, dass diese junge Frau schon funktionieren würde wie sie sollte. Es stellte sich aber heraus, dass meine andere Hälfte der Schilddrüse ihre Funktion eingestellt hatte. Sie funktionierte nicht mehr. Produzierte keine lebenswichtigen und –erhaltenden Hormone mehr. Sie liess mich im Stich, wie all die Fachpersonen, die doch irgendwie daran hätten denken müssen, dass man diese junge Frau nicht einfach als garantiert nehmen dürfte. Aber so war es nun mal und ich ermahnte mich, nicht wütend zu sein, sondern glücklich, dass man nun endlich wisse, warum ich so sei, wie ich eben war. Es wurde zu meiner Lebensart: sei nicht nur wütend über einen Zustand, der dir nicht zusagt. Nehme ich an oder verändere ihn. Schuld zuschieben oder Täter suchen bringt einem nicht weiter. Nur wütend sein und nichts tun auch nicht.

Das Einstellen der Medikamente war langwierig, aber kurz vor meinen ersten Maturaprüfungen im Sommer 2003 waren die Werte erstmals im Normbereich. Ich war zuversichtlich, dass nun alles gut kam. Es kam auch alles gut: die Narbe war fast unsichtbar, da ich mir wahnsinnig viel Mühe gab, sie zu pflegen und zu hegen und die Matura war erfolgreich bestanden. Doch der zweite Knoten war noch immer da, und diese eine Hälfte des toten Organs – es beschäftigte mich wieder. Ich wollte auch diesen Resten noch loswerden, er passte nicht mehr zu mir. Gleiches Prozedere wie 2002, auch 2004 bekam ich nun wieder im Sommer meinen OP Termin. Juli oder so. Diesmal sollte ich sogar an einer Studie teilnehmen, wegen der Stimmbänder, und dem Risiko bei dieser Art von OP. Die Kamera wurde diesmal nicht durch die Nase geführt, sondern ich bekam eine Art Betäubung in den Hals und der zuständige Arzt filmte mittels einer langen Stabkamera direkt über meinen Rachen. Ich erinnere mich an das Gefühl des Erstickens, ich konnte durch die Betäubung nicht schlucken – ich dachte, ich ersticke. Panik! Ich tat es natürlich nicht. Dafür bekam ich das wohl seltsamste Kompliment meines Lebens. „Sie haben einen wunderschönen Kehlkopf Frau Springhetti.“ „Danke…“. Muss man wohl auch zuerst mal haben. Nicht, dass es mich weiterbringt, aber schön, dass ich es weiss. Die gleichen Schmerzen, die gleichen fünf Tage. Nur diesmal im Wissen, dass ich meine Werte weiter testen werde und keine tiefe Kluft mehr zulassen werde. Ich war vorbereitet – zumindest auf die Situation, welche ich schon einmal durchleben musste.

Die Erfahrung kam dazu, der neue Teil von mir aber blieb. Der Teil, der der Unsicherheit, Traurigkeit und Unkenntnis zwar gewichen war, der aber Spuren der Sensibilität und Feinfühligkeit beibehielt. Ich lachte wieder, machte Spässe, war kommunikativ, hatte Ideen. Aber ich blieb dünnhäutig, verwundbar und oftmals auch unsicher. Damit durfte ich von nun an klarkommen. Und genau um diese Zeit, als die Narbe, welche zum zweiten Mal aufgeschnitten wurde, verheilte und kaum mehr zu sehen war, der Hals keine Knoten mehr vorwies – genau dann kam ein Mensch in mein Leben, der es von Anfang an verstand, mich zu akzeptieren, wie ich war. Keine Erwartungen hatte, keinen Druck ausübte, mir das Gefühl von Wärme und Geborgenheit schenkte und mir Sicherheit versprach. Ohne viel zu sagen, einfach durch seine Art. Ich vertraute zum ersten Mal wieder. Vertraute einem Menschen, dass er mich mochte, so wie ich bin – wie ich jetzt war. Dieser Mensch ist auch heute noch meine bessere Superhälfte. Ist mein Fels in der Brandung und macht all meine Schritte mit mir mit.

Er war bei mir, als man merkte, wie lange ich durch unkorrektes Lesen der Blutwerte, falsch dosiert war. War bei mir als ich viel zu hoch dosiert war, war bei mir als sich wieder ein Loch auftat, weil da mal wieder zu wenige Medikamente waren. Die Sicherheit, die er mir gab konnten mir meine Ärzte lang nicht geben. Wieder einmal mehr merkte niemand, dass unser Kinderwunsch sehr lange unwahrscheinlich erschien, eben nur wegen dieser falschen Medikamentendosierung. Dass ich so eingestellt wie ich war, niemals hätte schwanger werden können. Und wünschten wir uns doch so sehr eine Familie. Erst durch meinen Druck, einen anderen Spezialisten zu konsultieren, kam wieder Klarheit. Endlich kontrollierte mich jemand, der verstand, um was es bei mir ging. Auf was man achten musste.

Das war Ende 2011, ich war 28. Jetzt verstand ich, ich war schliesslich erwachsen. Und ich war in der Zwischenzeit ein besserer Endokrinologe als manch meiner mich begleitenden Ärzte. Ich wurde hellhörig bei Veränderungen, kannte meinen Körper, vertraute auf sein Funktionieren und gab ihm jeweils die Zeit, die er brauchte, um Veränderungen in der Dosierung anzunehmen und umzusetzen. Und ich hatte meinen Mann an meiner Seite. Er, der immer kritisch blieb, hinterfragte, erst akzeptierte, wenn man alles korrekt angeschaut hatte. Er war meine Kontrollstelle – ohne sein Wissen, dass es mir gut ginge, durfte kein Arzt sagen, „das kommt schon“. Nichts sollte mehr einfach so kommen, es sollte unter Kontrolle sein und bleiben. Und dann kam Elin. Als positives Ergebnis eines Schwangerschaftstests, den ich Ende Mai 2012 machte. Es war zu surreal, ich glaubte es nicht. Konnte es sein? Durfte es einfach funktionieren? Bei mir? Es schien so.

Heute ist Anfang April 2017, ich bin 34. Ich habe zwei wunderbare Töchter und meine bessere Superhälfte. Es geht mir gut. Es ist immer mal wieder ein auf und ab wegen der Dosierung. Ich scheine ein komischer Mensch zu sein, dessen Medikamenteneinstellung einfach nicht auf Anhieb klappen will. Aber mein Körper hat gelernt, sehr pragmatisch mit dieser Situation umzugehen. Wir schaffen es, dass es mir gut geht, auch wenn es mir eigentlich nicht gut gehen sollte. Wenn andere Körper schon längst aufgeben würden, so trägt er mich noch – mein toller, lieber Körper. Er kann Tiefs und Hochs gut ausgleichen, steht bei Windböen genauso da wie bei Sturmorkanen. Ich kann mich auf ihn verlassen. Ich und er, wir haben das erlernt, all die vielen Jahre. Und der Chef von uns beiden, das ist mein Superkopf. Der ist ein Stehaufmännchen. Er glaubt an’s Gute, sieht fast immer nur das Positive. Glaubt daran, dass ich Dinge schaffen kann. Dieses Trio, das bin ich, inklusive dieses Teils, der mich anscheinend auch auszumachen scheint. Dieser Teil, dessen Geschichte ich nun erzählt habe, der mich so vieles gelehrt hat.

All das, was ich erlebt habe, was mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin – all das gebe ich nun meinen beiden kleinen Mädchen weiter. Ich will, dass sie meine unbegrenzte und bedingungslose Liebe erfahren. Sich dieser sicher sind, ihr Leben lang. Ich will, dass sie wissen, dass egal was passiert und zu was sie sich entscheiden, ich ihnen immer den Rücken stärke. Dass ich sie nie in Frage stelle. Sie nie an Erwartungen knüpfe. Dass sie meine Unterstützung immer wissen dürfen, selbst wenn der von ihnen gewählte Weg nicht der meine sein würde. Sie sollen Fehler machen und daraus lernen, ohne dass sie Konsequenzen fürchten müssen. Sollen ihre Flügel wachsen lassen im Wissen, dass ich ihnen stets unter die Arme greifen werde, wann immer sie es wünschen. Glaubt an das Gute, meine lieben Mädchen, lebt positiv aber weint, wenn es euch darum ist. Schreit eure Wut hinaus, denn wer euch verlässt, nur weil ihr schreit, der wird auch bei stetigem Lächeln nicht lange euer Begleiter sein. Verlasst euch auf eure Echtheit, auf eure Wahrheit. Verbiegt euch nicht für Erwartungen anderer, denn kaum habt ihr sie erfüllt, wartet die nächste Erwartung auf euch. Dafür zu sein, lohnt sich nicht.

Es gab wenige Menschen in meinem Leben, welche keine Erwartungen an mich hatten. Welche mich nicht in dieser oder in jener Rolle sehen wollten und mich komisch anblickten, wenn ich denen nicht immer entsprach. Es sind die Menschen, die heute noch meine Liebsten sind. Danke Mama, danke Papa. Danke kleine grosse Schwester. Danke dir, meine oh so suprige Besserhälfte – du toller Typ du. Dass ich dich lieben darf ist das Grösste für mich. Und dann sind da meine beiden Kleinsten – Elin und Lara – und sie lieben mich einfach so. Für nichts, für alles. Und sie kennen diese Geschichte nicht. Und selbst wenn: es würde keinen Unterschied machen. Denn sie lieben mich für mich. Und für nichts Anderes.

 

8 Gedanken zu „Ein Teil von mir – meine Geschichte.

  1. Sabina Hofstetter sagt:
    Sabina Hofstetter

    Schon dich via diesem Weg so kennenzulernen. Erkennbar das kann eigentlich später erst den Sinn einsieht von Erfahrungen und Erlebnisse. Es hat dich gemacht als wunderschöne starke Frau! Ein große Beispiel für mich 😘

  2. Jacky bütler sagt:

    Danke fio das du das mit üs teilsch. Ich bin zu tüfscht beidruckt was du erläbt häsch. Nie hett ich dänkt das du so öpis duregmacht häsch. Du super starchi, fitti supermom! Du bisch e so en tolli, mit sonere positive, tolle usstrahlig! En inspiration und motivation! Drück dich und bis bald mal 😘

    • mamalltag sagt:

      Danke lieber Fäbu, dass du dir die Zeit genommen hast zu Lesen und dass du mir dankst für den Mut – das schätze ich sehr. Gruss, Fio

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